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Der Name OESPEL |
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Die früheste Erwähnung von Oespel ist um 882
n.Chr. nachweisbar als "uilla Tospelli" im Heberegister des Klosters Werden.
Andere überlieferte Namensformen sind Uspille, Tospelli, Tospele, Tospelle,
Tuspelle, Thospele, Tospel. Vermutlich sind sie aus To + spele, to + Ospele (zu
Ospel) zusammengezogen. |
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Für diesen Namen gibt es zur Zeit mindestens
drei mögliche Bedeutungen: Nach Wigge ("Die Ortsnamen der Stadt Dortmund
einschließlich ihrer Vororte. Ein Versuch der Namensdeutung", Manuskript) ist
der erste Ortsname wohl Uspille, der um 1150 urkundlich genannt wird.
Jellinghaus ("Die westfälischen Ortsnamen nach ihren Grundwörtern", Osnabrück
1923) leitet us + spelle vom nordischen usli, mittelhochdeutschen üsele
=glühende Asche ab, während Wigge auf einen evtl. Zusammenhang von Tospele mit
Epeslo, Espeloh = Espengehölz hinweist. Die dritte Erklärung deutet To + spel
oder To + spelen als "zum Spiel" oder "zur Gemeinschaft" (Kirchspiel) gehörig. |
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Die Umwandlung des Namens
Tospelli-TuspellTospel zu Oespel erfolgte erst nach 1600, wahrscheinlich
gleichzeitig mit dem Aufgehen der Grafschaft Mark in das Haus Brandenburg-Preussen (Pickahn 1983, S.13). |
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Das um 882 geschriebene Verzeichnis nennt im Dorf Oespel einen Tidbald, der von einer ganzen Hufe (=
Hof) je 24 Scheffel Gerste und Roggen, zwei Scheffel Mehl, ein Huhn und acht
Pfennig Heerschilling abliefern mußte. Daneben oblag ihm eine nicht näher
erläuterte Herbergspflicht, wahrscheinlich für die Boten des Klosters. Weiterhin
nennt das Urbar unmittelbar danach einen Sebrath aus Oespel, der nur den dritten
Teil einer Hufe gepachtet hatte und dafür dem Kloster zehn Scheffel Gerste und
ebenfalls acht Pfennig Heerschilling entrichten mußte. |
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Was
bedeuteten diese Abgabepflichten für die Bauern? Drei Scheffel Roggen dürften
ungefähr einen Doppelzentner gewogen haben. Insgesamt mußte so zum Beispiel der
genannte Tidbald ca. 32 Zentner Getreide von seiner Hufe, die eine Größe von ca.
14 Hektar gehabt haben dürfte, abliefern. Angesichts der geringen Erträge, die
Böden in damaliger Zeit erbrachten, waren dies beträchtliche Mengen. |

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